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Orbis Linguarum Vol. 23/2002

Jan Pacholski

Wrocław

Horsitz, oder wie Fontane durch die "böhmischen Dörfer" reiste [1]

Durch die Mark Brandenburg und das Riesengebirge, durch England und Schott­land, durch Dänemark und Frankreich, wo auch immer Fontane einst unterwegs war, verarbeitete er seine Reiseerinnerungen in Aufsätzen, Feuilletons und Büchern. Neben seinen Romanen gehören die Wanderungen durch die Mark Brandenburg und seine anderen Reiseberichte zu den heute noch gern gelesen Werken dieses Dichters. Völlig anders verhält sich mit Fontanes Kriegsbüchern, die sowohl bei seinen Zeitgenossen, als auch bei den heutigen Lesern wenig Anerkennung fanden, mindestens weniger, als sich ihr Autor wünschte.

Auch wenn man sich für die Kriegsgeschichte weniger interessiert, oder das mi­litärische Sujet abstoßend findet, soll man nicht vergessen, daß ein wichtiger Be­standteil von Fontanes Arbeit an seinen militärhistorischen Werken die Reisen zu den Kriegsschauplätzen gewesen sind. Als Ergebnis dieser meistens schon nach der eigentlichen militärischen Handlung unternommenen Reisen durch die okkupierte Länder sind nicht nur minutiöse Schilderungen der eigentlichen Schlachtfelder in den Kriegsbüchern, sondern auch feuilletonistische Reiseberichte zu nennen. Be­son­ders bekannt ist hier Fontanes 1871 bei Decker [2] veröffentlichtes Buch Aus den Tagen der Okkupation. Die Osterreise durch Nordfrankreich und Elsaß-Lothringen 1871, das neben den ebenfalls 1871 bei Decker herausgegebenen Erinnerungen Kriegsgefangen. Erlebtes 1870 zu den wenigen heute noch bekannten und gelese­nen Werken Fontanes aus dem Umkreis der Kriegsbücher gehört. Die autobiogra­phisch geprägten "Nebenprodukte" aus der Zeit des deutsch-französischen Krieges sind heute mehr bekannt als das eigentliche 1870-71er Kriegsbuch [3] .

Bevor das frühere, 1866er Kriegsbuch erschienen ist, hat Fontane die Schlacht­felder des preußisch-österreichischen Krieges besucht, und zwar, ähnlich wie im Falle der französischen Kriegsschauplätze, ebenfalls zweimal. Über die zweite Rei­se, die er auf der Rückkehr aus der Sommerfrische in Erdmannsdorf [4] an den Füßen des Riesengebirges [5] im Jahre 1868 unternommen hat, ist sehr wenig überliefert. Dem Tagebuch entnehmen wir lediglich: "am andern Tag nach Böhmen hinein und Trautenau [6] , Nachod [7] , Skalitz [8] , Burkersdorf [9] und Alt Ragnitz-Rudersdorf [10] besucht." [11]

Die erste Reise nach Böhmen fand zwei Jahre früher statt, kurz nachdem die eigentliche militärische Handlung in Böhmen beendet war. Es war also damals, im Sommer 1866, eine Reise durch das vom Sieger okkupierte Land, ähnlich wie spä­ter in Frankreich. Dem Tagebuch entnehmen wir in diesem Falle etwas mehr:

Mitte August trete ich mit Freund Scherz eine Reise nach Böhmen an. Wir gehen über Dresden [12] und Prag [13] . In Prag treffen wir Herrn v. Rohr vom Leib-Regiment. Dieser erhält Urlaub und schließt sich uns an. Wir reisen über Brandeis [14] , Benatek [15] , Jung-Bunzlau [16] bis Münchengrätz [17] , besuchen dann die Gefechtsfelder von Podoll [18] , Podkost [19] , Sobotka, Lochow [20] , Gitschin [21] , zuletzt über Horsitz [22] das große Schlacht­feld von Königgrätz [23] . In Pardubitz [24] trennt sich Herr v. Rohr von uns und kehrt nach Prag zu seinem Regiment zurück. Wir reisen andern Tags, in Gesellschaft von Herrn v. Wechmar (der Commandeur der Stabswache von General Steinmetz [25] ) über Görlitz nach Berlin zurück. [26]

Zwischen dieser ersten Reise nach Böhmen und der Veröffentlichung des ersten Bandes des 1866er Kriegsbuchen liegen fast vier Jahren [27] . Bevor aber das von Ludwig Burger illustrierte Prachtwerk Fontanes erschienen ist, werden Ergebnisse dieser Reise in elf Folgen im Berliner Fremden- und Anzeigeblatt [28] im September und Oktober 1866 veröffentlicht. Diese elf Reisebriefe [29] sind zu Fontanes Lebzei­ten nie in Form eines Buches herausgegeben worden [30] , sie werden aber teilweise im 1866er Kriegsbuch verwertet, wobei man zwei Briefe (VI Land und Leute und VII Podoll) als Urfassung der entsprechenden Kriegsbuch-Kapitel [31] betrachten kann.

"Die Anordnung der elf Kapitel der ‚Reisebriefe vom Kriegsschauplatz’ ent­spricht der von Fontane angegebenen Reiseroute. Die ersten sechs Kapitel widmet er überwiegend Land und Leuten, während in den übrigen fünf die kriegerische Er­eignisse im Vordergrund stehen." [32] - schreibt Christian Andree im Nachwort zu seiner Ausgabe. Auch die bisher unveröffentlichten Reisenotizen Fontanes [33] wei­sen eine ähnliche Anordnung auf.

Als wichtigstes Fortbewegungsmittel während Fontanes Böhmenreise galt die Eisenbahn. Anders als im Falle der märkischen Wanderungen, wo er die Kutsche bevorzugte, ging es in Böhmen grundsätzlich darum, binnen möglichst kürzester Frist, möglichst viele Orte zu besuchen. Da die Züge im okkupierten Lande unre­gelmäßig verkehrten, waren Fontane und sein Reisegenosse Hermann Scherz ge­zwungen, lange Wartezeiten auf den böhmischen Umsteigebahnhöfen in Kauf zu nehmen: "Wir schritten den Perron seiner ganzen Länge nach immer wieder auf und ab, tranken Bier und Kaffee verzweifelt durcheinander, umsonst, die Wartezeit wollte kein Ende nehmen." [34]

Auf dem Blatt 67v des früher genannten Notizbuches befindet sich eine schema­ti­sche Skizze, die den nordöstlichen Teil des böhmischen Eisenbahnnetzes dar­stellt. Sowohl der Reihenfolge der Reisebriefe als auch der erwähnten Skizze ist zu ent­nehmen, daß der Dichter von Norden her in das böhmische Land auf der Talstrecke an der Elbe [35] entlang gekommen ist, so wie heute noch die EC-Züge von Berlin über Dresden, Tetschen [36] , Aussig [37] nach Prag fahren. In der böhmischen Haupt­stadt schloß sich den beiden Reisenden Fontane und Scherz Hans Babo Peter von Rohr an. Nach einem kurzen Aufenthalt in Prag führte der weitere Weg über Brand­eis, Benatek, Jung-Bunzlau und Münchengrätz nach Turnau [38] . Diese eintägige Bahn­reise wird im Reisebrief V Fahrt durchs Land [39] geschildert. Während der nächsten Tage besuchten Fontane und seine Mitreisenden die eigentlichen Schlachtfelder, die Reihenfolge dieser Besuche entspricht der Anordnung der folgenden Reise­brie­fe VII-XI [40] . Nach der Besichtigung des großen Schlachtfeldes bei Königgrätz [41] ver­brachten die Reisenden noch eine Nacht Pardubitz. Hans Babo Peter von Rohr kehrte zu seinem Regiment nach Prag zurück, während Fontane mit Scherz über Josephstadt [42] , Königinhof [43] , Turnau, Reichenberg [44] und Görlitz nach Berlin fuhren.

In ähnlicher Reihenfolge wie die Reisebriefe sind auch Fontanes Reiseauf­zeich­nungen im Notizbuch D4 angeordnet. Bis auf eine wichtige Ausnahme: nach den Aufzeichnungen, die dann als Grundlage für den Reisebrief X Gitschin verwendet worden sind, kommen sechs Seiten Notizen über ein Städtchen namens Horsitz. In den Reisebriefen wird diese Ortschaft nur einmal erwähnt, und zwar zum Schluß des genannten Reisebrief X Gitschin: "Eine Halbe Stunde später waren wir auf dem Wege nach Horsitz." [45] Hier übernachteten Fontane und seine Begleiter bevor sie das Königgrätzer Schlachtfeld besuchten, dem Notizbuch entnehmen wir Folgendes:

Horsitz. Der Marktplatz ist der größte, unter allen die wir gesehen; überall die Ar­kaden, in der Mitte eine Mariensäule, die Brunnen scheinen zu fehlen. Kirche dicht am Mark[t]. Hier lagen am 3. und 4. Tausende von Verwundeten [46] . die Höfe auch alle über eine Leisten. Breiter Flur, links das große Gastzimmer, rechts die eben so große offenstehende Küche, in die jeder (wie zu seiner Sicherheit) Einblick nehmen kann. Hier kocht es, backt es, brät es den ganzen Tag und ein Chaos von Gerüchen, zu denen sich vielfach noch unliebsame gesellen, durchzieht das Haus. Die Unrein­lichkeit ist groß; an ruhige Nächte ist gar nicht zu denken und wer heikel ist und auf weiß Linnen hält, der bleibe fern. Andrerseits hat das bunte, laute, wüste Treiben einen Reiz; die Gekniffenheit, die man in den großstädtischen Hôtels empfindet, fällt fort, man ist der Herr und empfindet sich wohlthuend als solcher, während man in den großen Hôtels Westeuropas für theuer Geld nur geduldet wird. Königlich hat man allerhand Ungemach durchzumachen, aber innerlich empfindet man ein gewis­ses Behagen. Auch ist die Verpflegung nicht schlecht, nirgends kärglich, nirgends auf den bloßen Schein berechnet. Was man kriegt, das kriegt man wirklich und nicht nur dem Namen nach. Die Vorzüge feiner Cultur fehlen, aber auch ihre Schattensei­ten und Langweiligkeiten. Der Kaffe und das Gebäck (Kipfel) sind gut, ebenso das Wasser, das noch nicht nach der benachbarten Senkgrube schmeckt und die Fleisch­speisen, namentlich Geflügel, sind schmackhaft. Die Bevölkerung ist angenehm im Verkehr und die Dankbarkeit gegen jede Gabe, wenn sie auch oft den Charakter des Servilen und Sklavischen annimmt, ist mindestens angenehmer wenn auch als die Haltung des großstädtischen Dieners, der, wenn man ihm ein Trinkgeld giebt, nur von dem einen Gefühl erfüllt ist: hätt' er dir nicht das Doppelte geben können. Man sagt: sie seien falsch und tückisch. Es kann sein, ich habe aber nichts davon be­merkt. Sie geben einem einen Trunk Wasser, sie zeigen einem den Weg, sie grüßen beim Begegnen, sie sind zu jeder Auskunft und kleinen Hülfeleistung bereit; dabei alles in feine, natürlich-graziöse Formen gekleidet. [47]

Diese Horsitz-Passage diente dem Dichter als Grundlage für den Reisebrief VI Land und Leute, der dann wiederum als Basis für das gleichnamige Kapitel des 1866er Kriegsbuches verwertet wurde. Während sich die Aufzeichnungen im No­tizbuch vom wesentlich erweiterten Reisebrief deutlich unterscheiden, gibt es zwi­schen dem Reisebrief und dem Kriegsbuch-Kapitel geringere Unterschiede. Mehre­re Sätze bleiben völlig unverändert, einige sind nur gekürzt und stilistisch verbes­sert worden.

Fontane versucht, dem feuilletonistischen Reisebrief den Charakter eines per­sön­lichen Briefes zu verleihen. Weitere Exkurse werden weggelassen, wodurch der ursprüngliche Plauderton gemildert wird und der Text trockener wirkt. Auch der Enthusiasmus für das frisch erkundete fremde Land wird deutlich gezügelt. Die meisten Veränderungen betreffen den Einführungs- und Schlußteil, wodurch ein fließender Übergang zu anderen Passagen des Kriegsbuches erreicht wird. Beson­ders merkwürdig ist die Bemerkung, mit der Fontane seinen eigenen Reisebrief ein­führt.

Um dies zu veranschaulichen haben wir die beide Fassungen miteinander ver­gli­chen:

Mit der normalen Schriftart werden die Passagen abgedruckt, welche sowohl im Reisebrief als auch im 1866er Kriegsbuch enthalten sind.

Kursiv erscheinen Hervorhebungen von Fontane.

Fett werden hier die Passagen dargestellt, welche nur im Reisebrief enthal­ten sind.

Unterstrichen werden die Passagen, welche nur im 1866er Kriegsbuche enthal­ten sind.

"Und wie durch Fruchtbarkeit ausgezeichnet, so zeichnet sich diese Landes­strecke auch durch landschaftliche Schönheit aus. An den Wasserläufen, die vom Gebirge her der Elbe zufließen, ganz besonders an der Iser [48] hin, concentriren sich diese Schönheiten. Bald durch barock geformte Felsen beengt, bald sich in Wiesenauen verbreiternd, hier mit Inselchen in seiner Mitte, dort von Schloßruinen überragt, geben die Ufer dieses Flusses die abwechselndsten und zugleich anmuthigsten Bil­der. Von besonderer Schönheit ist die Eisenbahnstrecke zwischen Eisenbrod [49] und Turnau. Die Schönheiten dieser Landschaft, auch ihre Eigenthümlichkeiten schil­dern wir am besten durch Auszüge aus einem Briefe, der, fast unmittelbar nach den großen Ereignissen geschrieben und sich allgemein über ‚Land und Leute’ dieser Gegenden verbreitend, ersichtlich von dem Streben dictirt wurde, parteilos, die Din­ge, wie die Menschen zu Betrachten.

‚Ich habe nun acht Tage Land (so entnehmen wir dem Briefe) diese Gegenden zwischen Elbe und Iser durchfahren, über die so viele Klagen laut geworden sind, und wenn Du mich fragst, wie ich es gefunden, so muß ich sagen: Reizende Bilder haben sich mir erschlossen und von Ungastlichkeit und Uncultur, von Verwilde­rung und Verworfenheit ist nichts an mich herangetreten. Laß Dir erzählen von der Landschaft, von Dörfer und Städten, auch von Leuten wie ich sie gefunden.

Mit allem was fehlen mag (und ich werde dies Fehlende wenigstens andeuten), es ist doch ein gesegnetes; ein Sinne labendes, ein einschmeichlerisches Stück Erde und über dem Ganzen ein Ziehen und Wehen, ein Himmel und Luftton, die einem sagen: das ist historisches Land! So fand ich es in Brandeis und Münchengrätz, in Sobotka und Gitschin. Am schönsten ist Jung-Bunzlau gelegen, das mit seiner Häu­serfront und vom höchsten Punkte des Hügels aus mit seiner Castell-Kaserne in das Iserthal hinunterblickt.

Der Reichtum des Landes giebt ihm auch landschaftlich ein eigenthümliches Gepräge. Zunächst ein Wort über das Land. Daß es schön ist, hob ich schon hervor; es ist aber auch eigenthümlich. Diese Eigenthümlichkeit liegt zum Theil in den Kulturverhältnissen, in der Art und Weise, wie das Land bebaut und bewohnt ist. Es fehlen - eine Folge seiner reichen Cultur ganz im Gegensatz zu andern slawischen Ländern - die weiten Flächen; auf verhältnismäßig kurze Distancen Distanzen hin wachsen die Dörfer am Wege oder auf den Feldern auf und geben dadurch der Landschaft einen Charakter, der mehr an die niedersächsi­sche [50] Art, als an die slawische Art erinnert. Und doch ist die Aehnlichkeit nur landschaftlich, nur für das Auge da, keineswegs im Bebauungs-Prinzip. Die nieder­sächsische Art lehnt sich gegen das »geschlossene Dorf« auf, sie setzt die Theile über das Ganze, sie ist der Gegensatz der städtebauenden Concentration, des Rin­ges, der Umzirkung, der Mauer. Niedersächsische Dörfer (wenn sie auch ihren festen Kern haben) liegen im Wesentlichen ausgestreut über die Feldmark da, ihr bester Theil sind die gut ausgebauten Höfe, die mit Wohnhaus und Stall­gebäuden, mit Baumpartieen und Grenzweiden wiederum ein Dorf im Kleinen bilden. Nach diesem niedersächsischen Prinzip sind nun die böhmischen Dörfer keineswegs gebaut, im Gegentheil, der centrale Hang ist da, der Hang, sich um einen Mittelpunkt zu gruppiren, größere oder kleinere Gemeinheiten zu bil­den. Es liegt aber an der Hand, daß, wenn es aus diesem oder jenem Grunde nur zur Bildung kleinerer, sich auf kurze Strecken wiederholender Gruppen kommt, zuletzt Dörfer entstehen müssen, die in allem, was landschaftliche Erscheinung [51] angeht, an die ausgestreuten, reichgegliederten niedersächsischen Gehöfte erinnern. Und das ist in der That der Fall. Die reiche böhmische Landschaft, besonders an der Elbe hin, gewährt ein ähnliches Bild, wie ein Blick von den Oderhöhen, zwi­schen Freienwalde und Frankfurt in das reiche, wenigstens theilweise nach nie­dersächsischer Art bebaute Oderbruch hinein, - das Ganze ein Felderteppich mit Dörfern gemustert.

So viel über das, was die böhmischen Dörfer landschaftlich bedeuten. Es bleibt noch die Frage, wie wirken sie an und für sich, wie sind sie, wenn man in sie ein­tritt [52] , statt sie blos wie ein Bild von ferne her auf sich wirken zu lassen!? Nun s/Sie sind wenigstens besser als ihr Ruf. Es fehlen die massiven Häuser, mit statt­licher Vortreppe und gemauerter Veranda, es fehlen die Erkerthürme und die Bal­cone Balkone, ja es fehlt, in neun Fällen von zehn, das Ziegeldach (wenigstens zumeist) und altmodisch sitzt die moosbedeckte Strohkappe auf dem niedrigen, kleinfenstrigen, aus Horizontalbalken aufgezimmerten Blockhause. Aber wenn man selten eine gefällige Neuschöpfung bemerkt, aus der einem (was unsere Dör­fer so sehr charakterisirt) ein rasch wachsender Fortschritt, ein rasch von Stufe zu Stufe steigendes Prosperiren oder jener beständige Entwicklungsdrang entgegen tritt entgegentritt, der heute schon über das hinaus will, was gestern noch gut war, - ich sage, wenn man diesem Eindruck des Prosperirens auch selten be­gegnet, so begegnet man doch auch nicht gerade seinem Gegentheil. Es fehlen die Bilder des Reichthums, aber doch auch die der Armut, und selbst das Betteln, das darauf hindeuten könnte und unzweifelhaft zu den Landplagen zählt, ist mir in vie­len Fällen, macht mehr wie den Eindruck einer schlechten Gewohnheit, mehr wie eines schlaraffenhaftes/n Hinschleppens der Tage, denn als wirklicher Noth und Verkommenheit erscheinen. Vielleicht indeß hat mich das Malerische [53] , das in diesem schönen Lande allem wie eine unveräußerliche Mitgift anhaftet, über das Maß dieser Noth getäuscht und die weinumrankten, aus dem Grün zahlloser Obst­bäume hervorschimmernden Häuser und Hütten, dazu die graziösen, halb bekleide­ten Frauen- und Kindergestaltenh, haben mich, weil sie meinem Auge ein gewisses künstlerisches Genüge thaten, möglicherweise über manches Elend hinweg sehen hinwegsehen lassen, das nichtsdestoweniger vorhanden war. Möglich das alles, aber doch nicht allzu wahrscheinlich. Ich entsinne mich, an den Frauen und Kindern des schottischen Hochlandes auch ein malerisches Gefallen und doch (weit mehr als hier in Böhmen) den vollen Eindruck äußersten Elends gehabt zu haben. Die Bestechungskraft des Pittoresken hat ihre Grenzen.

Malerisch wie die böhmischen Dörfer sind auch die böhmischen Städte. Daß sie klein sind, thut ihnen keinen Abbruch. Mit Ausnahme von Prag und Reichenberg werden sich wenige bis über zehntausend Einwohner erheben; die meisten bleiben weit unter fünftausend. Sie sind klein, aber sie sind nicht unbedeutend. Im Gegen­theil, alle sehen nach etwas aus, und der »Ring« auch des kleinsten Städtchens, macht in der Regel einen großstädtischen Eindruck. Hier stehen Kirche und Rat­haus, in der Mitte erhebt sich eine Mariensäule, und Arkaden oder »Lauben« (nach Art unserer ehemaligen Stechbahn) umziehen das Platz, dadurch den stattlichen Eindruck des Ganzen steigernd. Man empfindet etwas von einer alten Kultur; alte Zusammenhänge mit dem Süden, mit Italien werden sichtbar.

An diesem »Ring« befindet sich denn auch der Hostinec [54] , der Gasthof. Wie alles in diesem Lande typisch ist, so auch das Gasthaus. Es ist groß, geräumig, ein breiter Flur scheidet links das Gastzimmer von der rechts gelegenen Küche, deren Herdfeuer beständig brennt und deren dampfender Dampf und Fettwrasen das Haus durchzieht. Küchengeheimnisse kennt der Hostinec nicht; wer nicht dem Bor­den abmerkt, was es giebt, dem sagt es das Auge, denn das Backen und Braten, selbst der mißliche Prozeß des Wurststopfens, alles vollzieht sich vor dem Auge des Gastes und zwar mit einer gewissen Ostentation, die besagen will: »hier bin ich; ich habe das Licht des Tages nicht zu scheuen.«

So interessant wie die Küche ist auch das Gastzimmer. Meist durch die ganze Tiefe des Hauses sich ziehend, ist es nach vorn hin sonnig, nach hinten zu dunkel und schattig. Man sucht sich helle und dunkle Plätze, je nach dem Gefallen. Breite, lederüberzogene Bänke laufen an den Wänden hin und feste, mächtige Tische steh­en davor. Alles zeigt, ohne geradezu unsauber zu sein, hat jenen verräucherten Ton, jene ihren Bestandtheilen nach noch ununtersuchte nicht genau untersuch­te Patina, die einem Gastzimmer so wohl kleidet, die einem Gastzimmer so wohl kleidet, es so behaglich macht. Und auf dies Behagen kommt Alles an. Unseren großstädtischen Gasthäuser fehlt alles das, was wohltut, auf die beklagens­werthes­te Weise; sie geben uns Flitter dafür, dürftige Broken, hohe Rechnungen und bie­ten uns eigentlich nichts, als die »Ehre«, bei ihnen zu Gast gewesen zu sein. Wer nicht auf den Höhen der Menschheit wandelt, bringt es über das Gefühl eines bloßen Geduldetseins nicht hinaus; er mag von Glück sagen, wenn er Artigkeit fin­det, Behagen findet er sicher nicht [55] . Behagen ist aber in einem Hostinec. Von »Ele­ganz«, diesem Schreckensartikel, keine Rede; es fehlen die gestrickten Gardinen, die Goldleisten, die Repräsentations-Bilder Anstands- und Repräsentations­bil­der., was von Kunst an den Wänden hängt, passirt nur eben, Statt dessen hängen die schlecht kolorirten Nachbildungen französischen Soubretten (schlimmerer Worte zu geschweigen) an den Wänden und wenn auf dem Bilde: »die Schlum­mernde« die Kostümfrage nach oben so gut wie völlig erledigt ist, so giebt auf dem Bilde Le tourbillon der sich in den Kleidern verfangene Wind eben diese Frage eine fast noch bedrohlichere Bedeutung. Alles dies ist nicht elegant, kaum anständig, aber es paßt zum Ganzen und stimmt trefflich zu dem langen, halbdunklen Tisch, von dessen unterem Ende eben die Ungarweinflaschen fortge­räumt werden, um einer dampfenden Glühweinbowle Glühwein-Bowle aus Melni­ker und rothem Oberungar Ober-Ungar Platz zu machen.

Die ewige klage, der man begegnet, ist die Unsauberkeit. Nun denn auch darü­ber ein Wort. Es hat mit dieser Klage seine Richtigkeit, aber es kommt darauf an, wer sie vorbringt. Viele von denen die ich klagen hörte, thäten gut zunächst vor ihrer eigenen Thür zu fegen. Ich habe sie von Seiten gehört, wo sie nicht anders war als Ungerechtigkeit und Ueberhebung. Wer die Sauberkeits-Vorstellun­gen eines siebenmal gewaschenen Engländers mitbringt, wer nie anders ge­reist ist, als zwischen Homburg und Baden-Baden, oder zwischen Genf und Interlaken, der mag in einem Hostinec in Klagen und Verzweiflung ausbre­chen, wer aber seine Touren zwischen Beeskow-Storkow und Finsterwalde, und zwar zu seiner Zufriedenheit gemacht hat, der Jedenfalls hat Niemand kein Recht, sich in einem böhmischen Hostinec als an den Grenzen aller Kultur zu schil­dern zu glauben. Im Gegentheil. Die Verpflegung ist im Großen und Ganzen vor­züglich und jedenfalls besser, als in den kleinen Städten unserer alten Pro­vin­zen.; Caffee Kaffee, Weißbrot, Butter sind gut; das Bier, wie im nachbarlichen Bayern, ein Labsal;, die »Kipfel« eine Delikatesse; der Thee (dies vornehme Ge­tränk, das so wenige zu bereiten verstehen) hält sich auf der Höhe wenigstens bürgerlichen Anstandes. Die Fleischspeisen passieren, Wildpret ist ausgezeich­net. Die Art des Servierens erregt Bedenken, was nicht ganz bestritten werden soll. Das Tischzeug kommt weniger aus dem Schrank als aus der »Presse«, Messer und Gabel spotten des Versuchs, den fork und knife-Kultus der Engländer mit ihnen durchzuführen; der Wasser- und Handtuch-Luxus ist noch unbekannt und das Ein-Waschbecken-Prinzip wird noch in rigoröser Weise aufrecht erhalten. Aber wie viel kleine Städte, auch im anspruchsvollen Norden, giebt es, lange ist es denn her, daß wir dieses Prinzipes los und ledig geworden sind? und wie viele kleine Städte giebt es überhaupt, die siegreich damit gebrochen haben?

Bleibt als letztes - die Bettfrage. Hiermit steht es nun freilich schlimm; aber - wo stünd' es besser? Wo sind die Betten, angesichts deren das »gute Nacht« des sich zurückziehenden Hausknechts nicht zu einer bloß schabernackschen Bemerkung würde, wo sind die Ruhekissen, die wirklich Ruhe verheißen, wenn nicht das »persische Pulver« bereits seine Zauberkreise gezogen hat? Der kleine norddeutsche Gasthof und der böhmische Hostinec, sie sind Ge­schwisterkind, und Anverwandte sollen nichts übles von einander reden.

So viel über Dörfer und Städte, über »Ring« und »Hostinec«. Auch noch ein Wort über die Menschen? Ich habe sie so schlimm nicht finden können. Freund oder Feind, - der Wahrheit die Ehre.

Die Czechen, was immer ihre Antipathieen sein mögen, sind umgänglich, ver­bindlich. Von unseren Truppen, die nun seit zwei Monaten Zeit gehabt haben die böhmische Bevölkerung kennen zu lernen, hört man nichts Gutes über diese letztere; Offiziere wie Mannschaften führen eine bittere Sprache und es bleibt höchstens darüber ein Zweifel, ob mehr Empörung oder Verachtung diese bittere Sprache diktirt. Alle Zeichen des Racenhasses (um so echter da, wo man sich keine Rechenschaft davon giebt) treten hervor. Zu den persön­lichen Erlebnissen jedes Einzelnen kommen die »Trautenauer Geschichten«, die Geschichten von Leichenraub und Verstümmelung, von verschütteten und vergifteten Brunnen hinzu, um das ohnehin bis an den Rand gefüllte Glas überlaufen zu machen.

Es ist nicht Hang zum Widerspruch, sondern nur eine Pflicht gegen Recht und Wahrheit, wenn ich hiermit versichere, all' diese Tage über keinem ein­zelnen Erlebniß begegnet zu sein, das mich berechtigte, in das so lebhaft laut­gewordene Verdammungsurtheil einzustimmen. So oft wir um Auskunft frag­ten, wurde uns diese Auskunft ertheilt, in der Regel mit Zuvorkommenheit; da wo man aus berechtigtem Vaterlandsgefühl diese Zuvorkommenheit nicht zeigen woll­te, trat eine gewisse reservierte Haltung ein, aber diese reservierte Haltung nahm nie Form eines direkten Abweises an. Mitunter - namentlich bei solchen, die sich durch militairische Haltung als alte Soldaten kennzeichneten - flammte in den Augen etwas wie Haß auf; sie sahen uns scharf an, musterten uns und schienen sagen zu wollen: »wir sehen uns wieder«; aber all der Groll, der in ihnen kochen mochte, hielt sie nicht ab, auf die ruhig gestellte Frage eine ruhige Antwort zu ge­ben. Von Schabernack, von absichtlichem Irreführen, von all den Eulenspiegeleien Norddeutschlands keine Spur; die Armen. Zu Gängen immer bereit, immer bereit einen Mantelsack zu tragen, immer bereit einen Trunk Wasser herbei zu schaffen. herbeizuschaffen! Die Motive dabei gehen mich nichts an, ich berich­te die Tatsachen.

Der hervorstehende Zug im Volkscharakter schien mir eine scheue, leise spre­chende, leis auftretende Artigkeit zu sein. Alles machte den Eindruck, als ob man sich auf Socken bewegte, während unser preußisches das preußische Auftreten (durch den Kontrast gesteigert) nur allzusehr an Stiefel und Sporn erinnert mich regelmäßig an Stulpstiefel oder Pfungsporen erinnerte. Die Czechen, nach ihrer Oberfläche zu urtheilen, sind ein feingebautes, glattes Volk. Sie haben »Formen« und diesen Formen gegenüber wird der mehr oder weniger formlose Norddeutsche im­mer eine Neigung haben, von Falschheit und Tücke zu sprechen. Schon der Sachse muß sich, um seiner Artigkeit willen, beständig diese Anklage gefallen lassen.

Was ist es denn nun aber mit dieser »Falschheit und Tücke Die ewige Fehde dagegen ist nicht wie Glorifizierung der Rücksichtslosigkeit, wie eine Prämiirung der Grobheit. Es ist dabei mit den Stämmen, wie mit denn Indivi­duen. Jeder, der artig und umgänglich ist, der in der Debatte, selbst im Streit, Gewalt über sich hat, jeder der »allerstärkste Ausdrücke« vermeidet und es nirgends als seinen Beruf empfindet, allen Menschen ein Register ihrer Schwä­chen und Sünden vorzuhalten, jeder, sag ich, der diese feinen Formen des Ver­kehrs besitzt, wird immer einmal der Gefahr verfallen, für einen heimtücki­schen Gesellen, für einen »unsicheren Passagier« gehalten zu werden. Wie be­neidens­werth dagegen ist die Rolle des pommersch-brandenburgischen Bie­dermanns!

Uebrigens ist es in jener Nordostecke Böhmens, die den eigentlichen Kriegs­schauplatz bildete und meiner Schilderung ausschließlich zu Grunde liegt, doppelt mißlich, jede Ungebühr, die vorgekommen sein mag, auf das Czechenthum, auf seine sittliche Inferiorität oder auf seinen Racenhaß zurückführen zu wollen, denn eben diese Nordostecke Böhmens, wie ich Dir schon früher geschrieben habe, ist derjenige Theil des Landes, wo Böhmen und Deutsche am gemischtesten durch­ein­ander wohnen. Ja, der sächsischen und schlesischen Grenze zu, zieht sich deutsches Land und - Trautenau und Reichenberg sind deutsche Städte.’

Wir haben dieser Schilderung nichts hinzuzufügen; vielleicht daß sie in dem Streben nach Gerechtigkeit hier und da ‚gerechter’ geworden ist, als die Gerech­tig­keit selbst gestatten würde. Durch wie freundliche Gläser aber auch der Briefsteller (dem wir die Schilderung entnehmen) geblickt und wie mancherlei nicht zu Ver­theidigendes sich seinem Auge entzogen haben mag, jedenfalls war es, - wie irr­thümliche Auffassungen zu schildern versucht haben - kein Land der Noth, des Elends, der Uncultur, in das unsere Bataillone von den lausitzer und schlesischen Bergen niederstiegen. Ein lachender Garten war es, ein Parkland, auf dem die Wür­fel der Entscheidung fielen." [56]

Auch wenn Fontane im 1866er Kriegsbuche sich von seinem früheren Urteil aus dem Reisebriefe ein wenig distanziert, indem er schreibt, daß die Schilderung "hier und da ‚gerechter’ geworden ist, als die Gerechtigkeit selbst gestatten würde", so ist es dieser Passage eindeutig zu entnehmen, daß die Schönheit der böhmischen Landschaft unseren Dichter sehr beeindruckt hat. Fontanes Reise durch das für ihn exotische Land hat ihm also nicht nur Materialien für sein geplantes Werk Der deutsche Krieg von 1866, sondern auch ästhetische Erlebnisse gebracht.

Auf den Seiten des 1866er Kriegsbuches findet man weitere Reiseimpressionen, welche auf die Reise im Sommer 1866 zurückzuführen sind. Als Beispiel nennen wir eine besonders stimmungsvolle Landschaftsschilderung aus dem Kapitel Das Gefecht bei Unter-Lochow. Fontanes Erinnerungen an die Fahrt zwischen Gitschin und Sobotka werden hier offensichtlich wach:

An einem hellen Herbsttage in leichtem Gefährt hier die Straße entlang rollen, ist eine Lust für Auge und Herz, und die böhmische Landschaft, überall anmuthig, er­schließt hier ihren vollen Zauber, ihre ganze Eigenthümlichkeit. Wellig dehnt sich das Land, Waldparzellen schieben sich in bestellte Aecker und wiederum brei­te Kornfeldstreifen in Tannenholzung hinein, bläulich dämmert der Horizont und in den blauen Dämmer steigen Höhenzüge und Burgruinen auf, keine präch­tiger als ‚Burg Trosky’, die Ziska [57] zertrümmerte und die, in Trümmern noch, auf Meilen hin das Land beherrscht. [58]

Auch in den Beschreibungen der Ortschaften stützt sich der Autor auf seinen Rei­se­erinnerungen und dabei wiederholt er teilweise die im Kapitel Land und Leu­te zum Ausdruck gebrachte allgemeine Charakteristik der böhmischen Städte:

Münchengrätz, am linken Iser-Ufer, ist eine czechische Stadt von nahezu 4000 Ein­wohnern. Seine Bauart ist dieselbe wie die der meisten böhmischen Städte: ein großer, mit Arkaden umstellter, mit Marieen- oder Nepomuk-Säulen geschmückter Marktplatz, auf den die Straßen von allen Himmelsgegenden einmünden. [59]

Im Uebrigen bildet, wie bei allen böhmischen Städten, der Ringplatz den Mit­tel­punkt, an den sich, außer einigen zunächst liegenden Gassen zwei Vorstädte an­schlie­ßen: die Obervorstadt (westlich) und die Niedervorstadt (östlich). [60]

Das Auge für reizende Landschaften, malerische Dörfer und Städte, wie auch das besondere Interesse für Sitten und Lebensweise der einfachen Leute, die der Rei­sende auf seinem Wege trifft, sind also bei Fontane auch dort wach und offen, wo man erwarten konnte, daß das große Hauptsujet, der Krieg, solche Themen ver­drän­gen wird. In Fontanes Kriegsbüchern, auch wenn sie vom militärischen Geschehen äußerst gewissenhaft berichten, findet man aber etwas mehr. Der Wanderer Fon­tane, der über Land und Leute, vor, von und nach der Reise so gerne plaudert, ist auch in den Kriegsbüchern immer präsent. Und das scheint uns ein hinreichender (wenn auch nicht der einzige) Grund zu sein, die Kriegsbücher zu rehabilitieren, die sonst so oft als nur wegen des "pekuniären Vorteils" entstandenen Auf­trags­wer­ke verurteilt werden.



[1]  Diesen Beitrag, der teilweise auf meinem während der Frühjahrstagung der Theodor Fon­tane Gesellschaft Zwischen Ostsee und Balaton Swinemünde 2000 gehaltenen Referat Böh­men - Kriegsschauplatz, Land und Leute in Fontanes Berichten basiert, möchte ich Frau Prof. Dr. Anna Stroka aus der Breslauer Universität, der wissenschaftlichen Betreuerin meiner damals entstandenen Magisterarbeit, anlässlich Ihres diesjährigen Jubiläums wid­men und Ihr herzlichst alles Beste wünschen.

[2]  Eigentlich: Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker).

[3]  Theodor Fontane: Der Krieg gegen Frankreich 1870-1871. Berlin (Decker) 1873-76.

[4]  Polnisch: Mysłakowice.

[5]  Polnisch: Karkonosze; tschechisch: Krkono¹e.

[6]  Tschechisch: Trutnov; Umgebung dieser Stadt war Schauplatz des Gefechts am 27. Juni 1866; vgl. Theodor Fontane: Der deutsche Krieg von 1866. Berlin (Decker) 1870, Bd. I. S. 358-385.

[7]  Umgebung dieser Stadt war Schauplatz des Gefechts am 27. Juni 1866; vgl. ebd., S. 295-321.

[8]  Tschechisch: Česká Skalice; Umgebung dieser Stadt war Schauplatz des Gefechts am 28. Juni 1866; vgl. ebd., S. 322-340.

[9]  Tschechisch: Stříte¾; Schauplatz des Gefechts am 28. Juni 1866; vgl. ebd., S. 392-402.

[10]  Eigentlich: Alt-Rognitz Rudersdorf; tschechisch: Starý Rokytník Rubínovice; Schauplatz des Gefechts am 28. Juni 1866; vgl. ebd., S. 403-419.

[11]  Theodor Fontane: Tagebücher. In: Theodor Fontane: Große Brandenburger Ausgabe. Hrsg. von Gotthard Erler. Tage- und Reisetagebücher. Bd. 2. Tagebücher 1866-1882 1884-1898. 2. Aufl. 1995, S. 32.

[12]  16. August.

[13]  17.-18. August.

[14]  Tschechisch: Brandýs nad Labem.

[15]  Tschechisch: Benatky nad Jizerou.

[16]  Tschechisch: Mladá Boleslav.

[17]  Tschechisch: Mnichovo Hradi¹tě; Umgebung dieser Stadt war Schauplatz des Gefechts am 28. Juni 1866; vgl. Fontane, wie Anm. 6., Bd. I. S. 164-183.

[18]  Tschechisch: Podolí; Schauplatz des Gefechts am 26. Juni 1866; vgl. ebd., S. 154-163.

[19]  Schauplatz des Gefechts in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni 1866; vgl. ebd., S. 184-188.