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Orbis Linguarum Vol. 23/2002
Daniela
Pelka
Opole
Phonetische Analyse der Konsonanten
in der deutschen Sprache der Gegend von Oberglogau
(Głogówek)
1.
EINFÜHRUNG
1.1. Ziel und Methode
der Untersuchung
Das Thema des vorliegenden Artikels ist die zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse einer phonetischen
Konsonantenanalyse der heute in Schlesien gesprochenen
deutschen Sprache. Die Untersuchungen, die sich auf
die von der Autorin durchgeführten Tonaufnahmen stützen, sollen zeigen,
ob und falls ja, wo und welche Unterschiede
die schlesische Variante des Deutschen im Vergleich
mit der Standardsprache
im Bereich der Phonetik aufweist. In
der Zusammenstellung werden nur Beispiele
angeführt, in denen eine Abweichung von der
Standardsprache festgestellt wurde - auf alle anderen
wird verzichtet.
Die erste wichtige Aufgabe, die vor der Aufnahme
des zur Untersuchung benötigten Sprachmaterials gelöst
werden mußte, beruhte darauf, die entsprechenden Personen
ausfindig zu machen, die dieses Material liefern könnten.
Bei der Auswahl der Gewährsleute wurde auf folgendes
geachtet: Als erstes
wurde versucht, Angehörige der ältesten Generation
zu einem Gespräch zu überzeugen. Dies forderte bei
fast allen Personen einen
mitunter ziemlich langen Überredungskampf. Um dabei
die Gewichtigkeit der Aufnahmen zu unterstreichen,
wurden die potentiellen Sprecher immer wieder darauf
hingewiesen, daß hier ein besonderes Sprachgut erhoben
und bewahrt werde, das in einer solchen Form nur in
Oberschlesien auftaucht. Auch mußten sie oft dessen
versichert werden, daß die Aufnahmen lediglich wissenschaftlichen
Zwecken dienen und daß die Gewährsleute deswegen nicht
"eingesperrt" werden. Nach Berücksichtigung dieser Aspekte
wurden sechs Personen ausgewählt, die zwischen 1928
und 1932 geboren sind und die schlesische Variante
des Deutschen in ihrer Kindheit als Muttersprache
erlernt haben. Die Wohnorte dieser
Personen sind: Rzepcze, Dzierżysławice,
Komorniki, Łowkowice und Racławice Śląskie. Nachdem
die Gewährsperson für die Aufnahme gewonnen war, konnte
die eigentliche Vorbereitung der Aufzeichnungen beginnen: Der Person
wurde ein fixierter Text vorgelegt, der ins
schlesische Deutsch übertragen werden sollte. Da
alle Gewährsleute die polnische Sprache beherrschen,
wurden ihnen die Sätze nicht auf Deutsch sondern auf
Polnisch vorgelegt, um auf diese Weise einer eventuellen
Beeinflussung der Übersetzung durch hochdeutsche Formen
vorzubeugen. Der Text bestand aus einer für
das Schlesische angepaßten Fassung der 40 Wenker-Sätze,
durch die von 1876 an der Deutsche Sprachatlas in Marburg begründet wurde. Der festgelegte Text gibt zwar für
die Erkenntnis der Sprachgewohnheiten vor allem im
Bereiche des Satzbaus und der Wortwahl keinen, oder
nur sehr geringen Aufschluß, ermöglicht jedoch die
für den Lautstand wichtige Vergleichbarkeit. Danach
folgte eine freie Erzählung. Als erstes mußte dabei
festgestellt werden, über welche Themen der Sprecher
erzählen kann. Zum Gegenstand der Aussage selbst
gab es keine Einschränkungen - als Hilfe wurden jedoch einige Themen vorgeschlagen z.B. Arbeitsvorgänge aus dem Berufsleben,
dem ländlichen Haushalt (Stall, Feld, Garten,
Werkstatt u.ä.) oder kirchliche bzw. weltliche
Feste (Weihnachten, Ostern, Karneval, Kirmes, Erntedankfest).
In der freien Erzählung können die spezifische Syntax,
der Wortschatz und die konstitutiven Faktoren des
Textes (Sprachmelodie, Akzent, Lautdauer, Sprechgeschwindigkeit)
erfaßt werden. Um das gesammelte Sprachmaterial festzuhalten, wurde ein
Kassettenrecorder eingesetzt.
Auf diese Weise konnte die Transkription in einem
zweiten Arbeitsgang durchgeführt werden und mußte
nicht direkt bei der Erhebung erfolgen. Ein weiterer
Vorteil einer solchen Vorgehensweise ist
die Möglichkeit beliebiger Wiederholung der gespeicherten
Texte, wodurch auch größere Zuverlässigkeit unter
phonetischem Aspekt gewährleistet wird. Da es auf
die Gewährsleute beruhigend wirkt, wenn sie sich in
ihrer vertrauten Umgebung befinden, wurden die Aufnahmen
in ihren Wohnungen durchgeführt.
2.
PHONETIK
2.1. Transkription der
gesprochenen Texte
Bevor man zur Niederschrift einer gesprochenen
Varietät übergeht, muß man sich überlegen, wie man
sie schreiben soll, um richtig verstanden zu werden.
Diese hängt im allgemeinen davon ab, an wen der Text
gerichtet ist. Sind seine
Leser Leute, die die betreffende Varietät selbst beherrschen,
kommt es auf genaue Schreibung nicht an - man deutet
sie nur an in der Erkenntnis, wer sie beherrscht,
wird sie schon richtig lesen. Sind die Empfänger des Textes jedoch
auch Leser, die das gegebene Idiom nicht beherrschen,
werden an die Schreibung andere Anforderungen gestellt
- sie muß den Leser instand setzen, den Text in der
ihm nicht geläufigen Ausprägung, richtig zu lesen.
Alle Sprachaufzeichnungen, die wissenschaftlichen
Wert haben und Anspruch auf Zuverlässigkeit erheben,
müssen deshalb phonetisch geschrieben werden: "Wo
immer es sich darum handelt, feinere Beobachtungen
über den Lautstand zu geben, die Mundarten in dieser
Hinsicht miteinander zu vergleichen, den Wortschatz
der Dialekte festzulegen (...) da ist die sogenannte
phonetische Schreibung unerlässlich, die möglichst
klar die einzelnen Laute durch Zeichen darstellt". In der deutschen Dialektologie werden
vor allem zwei phonetische Alphabete verwendet: das
Internationale Phonetische Alphabet oder
das der Zeitschrift "Theutonista". Das erste benutzt
für jede Artikulation ein eigenes Zeichen, während
beim zweiten bestimmte Grundzeichen durch eine Reihe
von Diakritika modifiziert werden. Für das
aufgenommene Sprachmaterial wurde das Lautsystem der
IPA (International Phonetic Association; früher: Association
Phonetique Internationale - API) verwendet.
In der vorliegenden Arbeit wird das gleiche Wort
nicht immer gleich transkribiert: einmal liest man
OÖx , einmal OÖç für "euch", "Männer" wird hier als mEn&, dort als mEnEr realisiert. Das ist
zwar inkonsequent, aber so ist die schlesische Varietät,
die nur durch den praktischen Gebrauch erlernt und
durch keine schulmeisterliche Norm geregelt wird.
Ein und dasselbe Wort wird nicht
von jedem - und von ein und demselben Menschen nicht
in jedem Falle - gleich ausgesprochen. Also
muß auch die schriftliche Fixierung der Laute variieren.
Als Ordnungs- und Bezugssystem diente die Standardlautung.
Es waren also alle Belege so zu
ordnen, daß z.B. alle Wörter, die in ihrer standarddeutschen
Bezugsform den ich-Laut enthalten, zueinander gestellt
wurden.
2.2. Konsonanten
Der
bilabiale Verschlußlaut
[p], der (post)dentale Verschlußlaut [t] und der velare Verschlußlaut [k] erscheinen wie im Hochdeutschen im
An-, In- und Auslaut.
Einen Sonderfall der schlesischen Varietät
bilden im Vergleich mit der Standardsprache einige
Wörter, in denen es manchmal zum Schwund des inlautenden
bzw. auslautenden [t] kommt.
Im Inlaut: krIskInt (Christkind), krIsbaom (Christbaum)
Im Auslaut: jEtâs (jetzt), nIx (nicht), Un (und)
Auch beobachtet man in manchen Wörtern die stimmhafte
Aussprache dieses Konsonanten, so daß statt [t] der Mittellaut [d] erscheint:
Im Anlaut: drap
(Trab), daevl` (Teufel)
Im Inlaut: madratâs{ (Matratze)
Der Lippenverschlußlaut [b], der Zahnverschlußlaut [d] und der Hintergaumenverschlußlaut
[g] erscheinen im schlesischen Dialekt
ebenso wie im Standard nur im An-
und Inlaut.
In einigen Ausnahmefällen wird hier das [b] im Inlaut weggelassen, was eine Abweichuung
von der hochdeutschen Lautung darstellt.
ha:m` (haben)
Es wurde auch Stimmverlust bei der Artikulation
festgestellt:
Im Anlaut: pUkl` (Buckel), pIklI4k (Bückling)
Im Inlaut: krapl`n (krabbeln)
Der labiodentale Reibelaut [f] erscheint in der schlesichen Varietät
im An-, In- und Auslaut.
In einigen Wörtern beobachtet man hier die stimmhafte
Aussprache dieses Lautes:
Im Inlaut: he:v{ (Hefe), daevl` (Teufel) neben: tOÖvl` (Teufel)
Im Vergleich mit der Standardlautung stößt man
bei der Artikulation des alveolaren Reibelautes [ò] im Schlesischen auf keine Unterschiede.
Wie im Hochdeutschen tritt er im An-,
In- und Auslaut auf.
Die Distribution des (post)dentalen Reibelautes
[s] in der schlesischen Variante verläuft
analogisch zu der standarddeutschen Vorlage - er kommt
im An-, In- und Auslaut vor.
Im Unterschied zur deutschen Standardlautung verschiebt
sich jedoch in der schlesischen Varietät bei vorausgehendem
[r] oft die Stellung der Zunge bei der
Artikulation von [s] nach
hinten, dessen Konsequenz die Entstehung des alveolaren
Reibelautes [ò] ist.
Im Inlaut: vaesvYròtç{n (Weißwürstchen), Eròt (erst), vUròt (Wurst)
Im Auslaut: andErò (anders)
Manchmal kommt es zum Schwund des Konsonanten
im Auslaut:
nIòt (nichts)
Der Hintergaumenreibelaut (velare Engelaut) [x], auch ach-Laut genannt, kommt in der
schlesischen Varietät ähnlich wie im Standard nach
hinteren Vokalen [o,O,u,U,a] und dem
Diphtong [ao] vor. Er tritt nur im In-
und Auslaut auf.
In einigen Einsilbern wird das finale
[x] im Schlesischen
häufig getilgt. Ein Beispiel bietet das Wort "noch".
nO (noch)
Der Vordergaumenreibelaut (präpalatale Engelaut)
[ç], auch ich-Laut genannt, erscheint in der schlesischen
Variante des Deutschen wie in der Schriftsprache nach
den vorderen Vokalen [i,I,e,E,y,Y,Ö,.], nach den Diphtongen [ae] und [OÖ], nach den
Konsonanten [l, r,
n] sowie in den
Endungen -chen, -ig und -ich. Er kommt nur im In-
und Auslaut vor.
Typisch für die schlesische Varietät ist, daß der Vordergaumenlaut oft durch den Hintergaumenlaut
ersetzt wird. In diesem Fall
verschiebt sich die Artikulationsstelle nach hinten.
Diese Subsititution ist allerdings
von der sprechenden Person abhängig - die gleichen
Wörter werden von verschiedenen Personen entweder
mit [x] oder mit [ç] artikuliert. Nur in den Endungen -chen und -ig wird von allen Sprechern konsequent [ç] gesprochen.
Im Inlaut: nach vorderen Vokalen: naxrIxt (Nachricht), rExt (recht)
nach [ n]: manxma:l (manchmal)
Im Auslaut: nach vorderen Vokalen:
Ix (ich),
dIx (dich), tâsi:mlIx (ziemlich)
nach den Diphtongen: OÖx (euch), glaex (gleich)
nach [l]: mIlx (Milch)
Typisch
für die untersuchte Gegend ist die Realisierung des
Negationswortes "nichts" als:
nIòt
wo es zur Substitution des ich-Lautes durch den
alveolaren Reibelaut [ò] kommt.
Der labiodentale Reibelaut [v], der (post)dentale Reibelaut [z] und der präpalatale Reibelaut [j] treten in der schlesischen Varietät
nur im An- und Inlaut auf.
Bei ihrer Artikulation lassen sich
hier im Vergleich mit der Standardsprache keine Differenzen
nachweisen.
Der seitliche Engelaut [l] kommt im An-,
In- und Auslaut vor. Im Vergleich
mit der Standardlautung stößt man bei seiner Artikulation
auf keine Unterschiede.
Ähnlich wie in der Standardaussprache haben wir
es auch in der schlesischen Varietät mit dem silbischen
[l`] zu tun, das aus der Lautfolge [{l] durch die Synkopierung des Zentrallautes
entstanden ist. Das betrifft
[{l] am Wortende oder
vor Konsonant und zwar nach Verschluß-, Nasal-, Reibelaut
und Affrikate. Vor und nach Vokal
und nach [r] wird wie im Standard immer
[{l] gesprochen.
Der Schwinglaut
[r] hat in der deutschen Standardlautung
zwei wesentliche Artikulationen: konsonantisches und
vokalisches "r".
In der Standardlautung treten in freiem Wechsel
als fakultative Varianten des konsonantischen "r"
das Zäpfchen-R [R], das Reibe-R [-], das geschlagene (einschlägige) Zungenspitzen-R
[F] und das
gerollte (mehrschlägige) Zungenspitzen-R [r] auf. Während allerdings
in der Standardlautung das Zäpfchen-R und das Reibe-R
deutlich vorherrschen, tritt in der schlesischen Variante
vorwiegend das Zungenspitzen-R auf. Einerseits
könnte man darin den Einfluß der polnischen Lautung
sehen, für die sich das Zungenspitzen-R als Norm etabliert
hat, andererseits aber muß man bemerken, das auch
in der deutschen Standardlautung das Zungenspitzen-R
häufig auftreten kann.
Das konsonantische [r] nimmt in der schlesischen Variante
die gleiche Stellung ein wie in der Standardlautung
dh. vor
Vokal und nach kurzem Vokal am Wortende oder vor Konsonant.
Manchmal kommt es im schlesischen Dialekt zur
Tilgung des konsonantischen [r] im Inlaut nach kurzem Vokal, was eine Abweichung von der Standard ist.
katOfl`n (Kartoffeln), vUòt (Wurst), v\t (wird)
Das vokalische "r" erscheint als
silbischer und unsilbischer Laut.
Das vokalische unsilbische [&9] tritt nach langem Vokal am Wortende
oder vor Konsonant und in
den unbetonten Präfixen er-, ver-, zer- und her- auf.
Anstelle des unsilbischen [&9] erscheint in der schlesischen Variante
allerdings des öfteren auch das Zungenspitzen-R [r]. Mit einer solchen Substitution haben wir zwar
auch in der Standardaussprache nach langem Vokal und
im Präfix zu tun, es ist hier aber nur bei ganz besonders
nachdrücklicher und deutlicher Aussprache der Fall. Im Schlesischen
geschieht es unabhängig davon.
Im Inlaut: nach langem Vokal, vor Konsonant:
hÖ:rt
(hört)
im Präfix: Ertâse:lt (erzählt),
fEr\rEn
(verirren)
Im Auslaut: nach langem
Vokal: ha:r
(Haar), u:r (Uhr),
fi:r (vier), fu:r (fuhr)
Im
Auslaut nach langem Vokal kommt es in der schlesischen
Variante oft zur Tilgung des [&], was jedoch auch
die Standardlautung zuläßt.
va: (war), fo: (vor)
Als
Abweichung von dem Hochdeutschen ist der Wegfall von
[&] im Inlaut anzusehen.
Eòt (erst)
Das vokalische silbische [&] tritt anstelle der Phonemfolge /{r/ am Wortende und vor Konsonant auf.
Das silbische [&] erscheint in der schlesischen Varietät
allerdings oft als [Er], was eine wesentliche Abweichung von
der Standardlautung ist.
Im Inlaut: vor Konsonant:
maoErn
(Mauern), dOnErsta:k (Donnerstag)
Im Auslaut: vIntEr (Winter), blEtEr (Blätter), baoEr (Bauer), vasEr (Wasser)
Der Hauchlaut [h] kommt wie im Hochdeutschen nur vor
Vokalen vor.
Manche Sprecher neigen dazu, diesen Laut als
[x] zu realisieren, was vor allem dann
zum Ausdruck kommt, wenn zwei dieser Laute zusammentreffen:
Im Anlaut: Ix xa:b{ (ich habe), tâsi:mlIx
xo:x
(ziemlich hoch), mIlx xo:l{n (Milch holen)
Analog zum Hochdeutschen treten der Lippennasallaut [m] und der Zahnnasallaut [n] im An-, In-
und Auslaut auf, der Hintergaumennasallaut [4] - nur im In- und Auslaut.
Ähnlich wie in der deutschen Standardlautung
erscheint in der schlesischen Variante auch das silbische
[m`], das infolge der Elision des Zentralvokals
[{] anstelle
der Lautfolge [{m] tritt. Zu einer solchen Substitution kommt
es in der Standardlautung allerdings nur am Wortende
oder vor Konsonant und zwar
nach Reibelauten und Affrikaten. Nach
Verschluß- und Nasallauten, nach [l] und
[r] wird in der Standardaussprache
immer [{m] gesprochen. In der schlesischen Variante gibt
es davon zusätzlich einige Abweichungen:
Im Auslaut: nach Verschlußlaut:
je:mandm` (jemandem)
nach Nasallaut: maenm` (meinem)
nach [r]: Unz{rm` (unserem)
Einen Sonderfall bildet hier das Wort "fünf",
in dem es infolge einer Kontaktassimilation zwischen
[n] und [f] zur Substitution des inlautenden [n] durch [m] kommt. Anstelle des (post)dentalen
wird ein bilabialer Nasal gesprochen.
f.mf (fünf)
Analog zu [m] haben wir es in der schlesischen Varietät auch mit einem silbischen [n`] zu tun, das infolge der Elision des
Zentralvokals [{] anstelle
der Lautfolge [{n] tritt. Wie in der Standardlautung geschieht
das hier am Wortende oder
vor Konsonant und zwar nach Verschluß- oder Reibelauten
und Affrikaten.
Vor und nach Vokal, nach Nasalen, nach [l, r, j] und in der Endung -chen
wird [{n] in der Standardlautung immer als [{n] gesprochen. In der schlesischen Variante wird
diese Regel durch zahlreiche Abweichungen durchbrochen
(die einzige Ausnahme bildet die Endung -chen, die
immer als [-ç{n] gesprochen wird).
Im Auslaut: nach
Vokal:
ge:n` (gehen), baon` (bauen), bly:n`