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Orbis
Linguarum Vol. 21/2002
Birgit Sekulski
Warszawa
Was ist ein Stammtisch?
In
der letzten Woche des Wahlkampfs 2002 vor den Wahlen
zum deutschen Bundestag wurde von Seiten der CDU/CSU
das Thema Zuwanderung von Ausländern in die Bundesrepublik
Deutschland aktualisiert. Als Reaktion darauf führte
der deutsche Innenminister Otto Schily (SPD) auf
einer Pressekonferenz unter anderem an, dass das Thema
"ja dann vielleicht auch von dem einen oder anderen
Stammtisch aufgenommen" werde. Außenminister
Joschka Fischa (Die Grünen) wiederum warf der Opposition
vor, unnötig "mit Stammtischemotionen"
zu spielen. Beide Äußerungen zielen auf dasselbe ab.
Gewarnt wird vor einer fachlich unqualifizierten,
vereinfachenden, emotional aufgeladenen, erhitzten
Diskussion eines Themas aus der Sicht einer fragwürdigen
"vox populi", der eine verschwommen konservative,
abweisende, eher nach rechts neigende Haltung zugesprochen
wird. Die Bedeutung beider Äußerungen ist im konkreten
sprachlichen und aktuell politischen Kontext eindeutig.
Außersprachlich wird dies gestützt durch den Standpunkt
beider Politiker als Angehörige einer Regierung, die
sich als Mitte-Links versteht und der daraus abzuleitenden Intention,
die Argumente des politischen Gegners (Mitte-Rechts)
nicht nur sachlich zurückzuweisen, sondern sie gleichzeitig
als "nicht sachlich", "einer ernsthaften
politischen Diskussion unwürdig", dem "Niveau
nicht entsprechend" abzuqualifizieren. Das gelingt
nur, weil in beiden Äußerungen mit einer Bedeutung
von Stammtisch gearbeitet wird, die über die
zentralen denotativen Elemente des Wortes weit hinaus
geht in den vagen Bereich des Konnotativ-Assoziativen
und dennoch eine gewisse Sicherheit besteht, dass
alle (durchschnittlich gebildeten) Angehörigen der deutschen Sprachgemeinschaft
genau die Bedeutungselemente assoziieren, die intendiert
werden. Es muss also ein gemeinsames außersprachliches
kulturelles Wissen angenommen werden, worauf deutsche
Muttersprachler zurückgreifen können, wenn sie das
Wort aktiv oder passiv verwenden. Bei Nicht-Muttersprachlern
dagegen lässt sich dies nicht ohne weiteres annehmen.
Sie können sich zunächst nur auf das stützen, was
in den ein- bzw. zweisprachigen Wörterbüchern unter
dem Lemma Stammtisch verzeichnet ist.
Einige Bemerkungen zur Herkunft des Wortes
Es
ist nicht genau festzustellen, wann das Wort zum ersten
Mal auftritt. In den etymologischen Wörterbüchern
ist Stammtisch weder als eigenständiges Lemma
noch als Sublemma vermerkt. Im "Etymologischen
Wörterbuch"(1997) findet man unter dem
Lemma Stamm lediglich die Bedeutungsvariante
'fester Bestand an Personen, Mitarbeitern, Kunden,
Mitgliedern' mit der Datierung 19. Jahrhundert. Sanders
führt zu Stamm zwar das verwandte Stammgast
auf, aber nicht Stammtisch. Bei Adelung und Zedler fehlt sowohl das eine als auch das andere.
Hermann Paul vermerkt unter dem Lemma Stamm 2.>Bestand<,
2.2. >feste Personengruppe<, beim Militär,
einer Fabrik, eines Geschäftes oder Gasthauses, dazu
Stammkunde, -gast, -tisch. Im GRIMM
wird unter Stamm II, 4 die Bedeutung 'erste(r) grundstock
eines verhältnisses, einer einrichtung, einer sache,
der ihre Dauer gleichsam verbürgt und begründet' mit
der Untervariante 'a) von einem festen personenbestande'
angegeben, unter den analogen Personengruppen wird
ebenfalls aufgeführt 'der stamm einer gesellschaft,
eines vereins, die zahl der alten festen mitglieder;
der stamm der gäste eines wirtshauses, welche dort
regelmäszige und tägliche einkehr halten.vgl.
unten stammgast, stammkneipe und stammtisch.
Unter dem selbständigen Lemma Stammgast ist
folgende Bedeutung vermerkt: 'regelmäßiger besucher
eines wirtshauses, der gleichsam zu dem stamm der
gäste gehört', mit den Belegen "die wackern kämpen
für licht und wahrheit.....gehen unterdessen im
vaterlande sehr sicher umher....als stammgäste eines
klubs, wo sie sich des abends patriotisch erquicken
am rebensafte des vaters Rhein und an meerumschlungenen
schleswig-holsteinischen austern, Heine2, Elster;
(ein virtuos als stadtmusikus) der in seinem kaffeehause
seinen stammgästen erzählt und auf seine ehre versichert,
wie man ihm einst blumenbouketts mit den schönsten
kamelias zugeschleudert 6,648; ... Zu Stammkneipe
findet sich die Erklärung 'welche von einem bestimmten
gast fast täglich besucht wird, in welcher er zu dem
Stamm von Gästen gehört' und unter Stammtisch
'reservierter tisch in einem gasthaus, an dem sich
zu regelmäßiger stunde bestimmte gäste einfinden,
dann auch tafelrunde, kreis von stammgästen, welcher
sich um einen bestimmten tisch eines Wirtshauses zu
sammeln pflegt'; dazu stammtischphilisterium dies behagen und diese
Sachlichkeit sind alte ehrwürdige Erbstücke jedes
Stammtischphilisteriums, H.Hesse Unterm Rad 383.
Die Einträge
von Paul und Grimm und das Fehlen bei Adelung
und Zedler
bestärken die These, dass die Bezeichnung Stammtisch
erstmals im 19. Jahrhundert aufkam. Dies wird durch
den kulturhistorischen Hintergrund des Aufblühen einer
neuen, bürgerlichen Klub- und Kaffeehauskultur an
der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gestützt,
in der es nicht nur Raum für öffentliche (politische)
Debatten gab, sondern diese auch zu einem festen Bestandteil
der bürgerlichen Alltagskultur in Deutschland wurden.
In den
Einträgen lassen sich folgende Elemente von Stammtisch
erkennen, die die Bedeutung hinsichtlich dreier Aspekte
bestimmen:
Wer
/eingegrenzter (fester) Kreis von Personen/
Wann
/in regelmäßigen (kurzen) Abständen/
Wo
/an einem bestimmten Tisch in einem Gasthaus/
Darüberhinaus
lassen sich aus den illustrierenden Belegen, die von
Grimm
angeführt werden, weitere Elemente herauskristallisieren,
die nähere Auskunft über die vermutete Geisteshaltung
der Stammgäste am Stammtisch geben:
/haben eine 'patriotische Haltung'/ (Heine)
/verwandt mit dem Ausdruck Philister/ (Hesse)
Die Belege
stammen jeweils vom Anfang und Ende des 19. Jahrhunderts.
Aus dem
literarischen Kontext herausgerissene Zitate lassen
sich oft nur aus dem größeren Zusammenhang heraus
hinsichtlich ihrer vom Autor angestrebten stilistischen
Bewertung und damit auch der spezifischen aktuellen
Bedeutung beurteilen. Bei Heine wird die ironische Distanz zu der
von den Stammgästen vertretenen politischen
Einstellung durch verschiedene andere Indikatoren
deutlich (Archaismen Kämpen, wacker, patriotische
Taten beschränken sich auf üppiges Trinken und Essen
heimischer Produkte). Das Lächerlichmachen und Verspotten
dieser Art von patriotischen Haltung heißt jedoch
nicht, dass die (bürgerlichen) Stammgäste sich
nicht selbst als patriotisch empfinden und dass diese
Haltung durchaus als etwas Typisches bei solcher Art
von Zusammenkünften anzusehen ist. Natürlich lässt
sich dies anhand eine Beleges eher vermuten als beweisen..
Der
meist abwertend gebrauchte Ausdruck Philister
bzw. Stammtischphilisterium verweist
auf zusätzliche Bedeutungselemente, wenn man ihn im
weiteren Kontext von Hesses
Romans "Unterm Rad" betrachtet. Hilfreich
dabei ist eine knappe Charakterisierung des Vaters
der Hauptgestalt gleich zu Beginn des Romans, die
wie eine literarische Version der dritten Bedeutungsvariante
von Philister, wie sie bei Grimm zu finden ist, wirkt: "Joseph Giebenrath ... war
Mitglied des Bürgervereins und beteiligte sich jeden
Freitag am Kegelschieben im "Adler"....
Sein inneres Leben war das des Philisters.
Was er etwa an Gemüt besaß, war längst staubig geworden
und bestand aus wenig mehr als einem traditionellen,
barschen Familiensinn, einem Stolz auf seinen eigenen
Sohn und einer gelegentlichen Schenklaune gegen Arme.
Seine geistigen Fähigkeiten gingen nicht über eine
angeborene, streng angegrenzte Schlauheit und Rechenkunst
hinaus. Seine Lektüre beschränkte sich auf die Zeitung,
und um seinen Bedarf an Kunstgenüssen zu decken, war
die jährliche Liebhaberaufführung des Bürgervereins
und zwischenhinein der Besuch eines Zirkus hinreichend....
Auch das Tiefste seiner Seele, das schlummerlose Mißtrauen
gegen jede überlegene Kraft und Persönlichkeit und
die instinktive, aus Neid erwachsene Feindseligkeir
gegen alles Unalltägliche, Freiere, Feinere, Geistige
teilte er mit sämtlichen übrigen Hausvätern der Stadt."
Philister
und damit über Stammtischphilister eine Art
von Stammgästen, die sich an einem Stammtisch
treffen, wird in diesem Kontext gekennzeichnet durch
solche Elemente wie
/Beschränktheit
auf (materielle) Behaglichkeit, Situiertheit/
/Selbstzufriedenheit/
Borniertheit/
/emotionale
Armut/
/Beharren
auf alten Mustern/
Der bei
Grimm angeführte Beleg zu Stammtischphilister weist bei
oberflächlichem Hinsehen und in seiner Losgelöstheit
aus dem Kontext auf (isolierte) positiv konnotierte
Merkmale hin: Behagen, Sachlichkeit, alte
ehrwürdige Erbstücke. Erweitert man jedoch den
Kontext, wird der Bezug dieser Szene am Ende des Romans
zu der oben angeführten Stelle am Anfang deutlich:
"Man brachte diese Begebenheiten mit sachlichem
Ernste vor und gab sich mit Behagen der Erkenntnis
hin, daß es doch vielerlei schöne Gaben und merkwürdige
Menschen gibt und auch tolle
Käuze darunter. Dies Behagen und diese Sachlichkeit
sind alte ehrwürdige Erbstücke jedes Stammtischphilisteriums
und werden von den jungen Leuten nachgeahmt wie Trinken, Politisieren, Rauchen,
Heiraten und Sterben."
Behagen(1), Sachlichkeit (2) und alte, ehrwürdige
Erbstücke(3) erfahren aus dem Zusammenhang heraus
eine konnotative Umwertung und werden mit (1) /Beschränktheit
auf materielle Wohlsituiertheit/ + /Selbstzufriedenheit/Borniertheit/
und (2) /emotionale Armut, Nüchternheit, Pedanterie/ und (3) /Beharren auf
alten Mustern/ assoziiert.
Stammtisch
in der Bedeutung 'feste Personengruppe' ist somit
in die Nähe zu rücken mit der eher abwertend (wenn
auch so nicht ausdrücklich gekennzeichneten) Bedeutung
von Stammtischphilister 'nüchterner, beschränkter,
auf alten Mustern beharrender (Spieß-)Bürger'.
Stammtisch
in einsprachigen Wörterbüchern der deutschen Gegenwartssprache
In
den größeren Wörterbüchern der deutschen Gegenwartssprache
(Handwörterbuch der deutschen Gegenwartssprache,
Berlin 1984: HDW, Gerhard
Wahrig, Deutsches Wörterbuch, Gütersloh 1997:
Wahrig 6; Brockhaus /Wahrig,
Deutsches Wörterbuch in sechs Bänden, hrsg. v. Gerhard Wahrig, Wiesbaden, Stuttgart
1983: B/W; Duden, Das große Wörterbuch der deutschen
Sprache in zehn Bänden, Mannheim1999: Duden 10 und
Dr. Heinz Küpper,
Pons Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, Stuttgart,
Dresden1993: Küpper)
werden die oben schon erwähnten drei Bedeutungskomponenten
in der Lemmabeschreibung aufgenommen.
Wer 'bestimmte
Stammgäste', 'sich versammelnder Kreis von Personen'
(HDW); 'dort zusammenkommender Kreis von Gästen' zum
~gehen (Wahrig 6);
'zusammenkommender Kreis von Gästen' zum
~ gehen (B/W)
'Kreis von Personen, die
regelmäßig am Stammtisch zusammenkommen'
auf der Beerdigung eines Kollegen, zu der sein ganzer S. erschienen
war (M.L. Fischer, Kein Vogel, 160); es verkehren
also mehrere S. hier, (Aberle Stehkneipen, 34) (Duden
10)
'e-e
Gruppe von Personen, die sich regelmäßig (mst in e-m
Lokal) trifft // K-: Stammtisch-, -runde (DaF)
Wann 'regelmäßig', der S.
trifft sich jeden Sonnabend (HDW);
'regelmäßig', '(auch) der Tag, an dem dieser Kreis sich trifft', er hat
freitags seinen ~, (Wahrig
6);
'Tag, an dem der Stammtisch
2 sich regelmäßig trifft' Vater hat freitags seinen
~ (B/W)
regelmäßiges Zusammenkommen, Sichtreffen von Stammgästen am Stammtisch (1);
donnerstags hat sie S., ich sehe ihn spätestens
morgen beim S., ich gehe jetzt zum S. (Duden 10)
'regelmäßig' Unser S. trifft sich jeden Samstag (DaF)
Wo
'der ...Tisch in einer Gaststätte, an dem sich bestimmte
Stammgäste regelmäßig zusammenfinden ' (HDW);
'immer gleicher Tisch im Gasthaus, an dem man bei jedem Besuch sitzt' (Wahrig 6);
'bestimmter Tisch im Gasthaus,
an dem eine Gruppe von Stammgästen regelmäßig zusammenkommt'(B/W)
'(meist größerer) Tisch in einer Gaststätte, an dem ein Kreis von Stammgästen
regelmäßig zusammenkommt' Wo immer... darüber Gespräche
geführt werden, in den Geschäften, in den Büros, am
St., stets fällt früher oder später das Wort: Erpressung
(Welt 6.10. 65, 2), Am S. sitzen die Wähler. (Focus
7, 1999, 3) (Duden10)
'der Tisch in e-m Lokal,
der für die Stammgäste reserviert ist' (DaF)
Die angeführten
Beschreibungen ähneln sich bis in die Formulierung,
neue Elemente sind im Vergleich zu Paul und Grimm nicht hinzugekommen. Geringfügige Variationen gibt es
bei der näheren Charakterisierung des Stammtischs
als konkreten Treffpunkt (Möbelstück). Die wenigen
Belege, die angeführt werden, sind nicht aus der literarischen
Sprache, sondern aus journalistischen Texten entnommen.
Über die Personen, die am Stammtisch zusammenkommen,
ist aus der Definition nichts zu erfahren. Mehr Informationen
über die am Stammtisch Versammelten erhält
man jedoch dann, wenn man dazugehörige Zusammensetzungen
miteinbezieht.
Personenbezeichnungen:
Stammgast ' jmd., der häufig, regelmäßig
ein und dieselbe Gaststätte besucht' (HDW)
'häufiger Gast (in einer Gaststätte, in einem Hotel)'
(Wahrig 6)
'häufiger Gast
(in einer Gaststätte)' er zählt hier zu den S.
(B/W)
'häufige Besucherin, häufiger Besucher eines
Lokals o.Ä.' unsere Stammgäste, sie ist
dort S. (Duden 10)
Dauer-, Stammgast in einer Vergnügungskneipe
(Küpper)
Stammtisch- 'ugs., Mitglied eines Stammtischs' Syn Bierbruder
(2) (B/W)
bruder
'ugs Mann, der zu einem Stammtisch gehört'
(Duden 10)
Stammtisch- 'ugs Frau, die zu einem Stammtisch
gehört' (Duden 10)
schwester
Stammtisch- 'abwert., jmd., der Stammtischpolitik
betreibt', Syn Bierbankpolitiker
politiker (B/W)
'abwert jmd der Stammtischpolitik
treibt' diese Stammtischpolitiker haben doch überhaupt
keine Ahnung (Duden 10)
'Schwätzer' (Duden 8)
Stammtisch- 'w. Form zu Stammtischpolitiker (Duden
10)
politikerin
Stammtisch- 'Mann, der am Biertisch seiner strategischen
Besserwisserei die Zügel
Feldherr schießen
lässt', Sold und ziv in beiden Weltkriegen, (Küpper)
Stammtisch- 'Mann, der am Stammtisch sich als
mutiger Soldat aufspielt', Sold in
held
beiden Weltkriegen und nachher (Küpper)
Stammtisch- 'Mann, der am Stammtisch mit seinem angeblichen
Mut prahlt' (Küpper)
löwe
Stammtisch- 'Stammtisch, Stamm, Stammhock (Schweiz.)
Duden 8
runde
Bei
den angeführten Personenbezeichnungen ist nur der
Stammgast nicht stilistisch markiert. Bestimmend
ist das Merkmal /Häufigkeit des Besuchs in ein- und
derselben Gaststätte/ in den
beiden Varianten /häufig/ bzw. /regelmäßig/,
was die Abgrenzung Besucher/Gast-häufiger Besucher-Stammgast/ständiger?
Gast erschwert.
Die anderen
Bezeichnungen sind umgangssprachlich und zumeist pejorativ
konnotiert.
Stammtischbruder/-schwester
wird durch die Nähe zu Bierbruder und analogen
Komposita mit -bruder (Schnapsbruder, Saufbruder,
Tippelbruder, warmer Bruder), die alle eine pejorative
Wertung und das Merkmal 'eine negativ betrachtete
Tätigkeit -saufen, Schnapstrinken, tippeln-ständig
zu betreiben' haben, ebenfalls mit einer abwertenden
Komponente belegt, auch wenn dies nicht im Wörterbuch
verzeichnet ist.
Stammtischheld,
-löwe, -feldherr, -politiker/politikerin sind
umgangssprachlich, pejorativ konnotiert und besitzen
die gemeinsamen Merkmale
-/haben nur mangelndes (reales) Sachverständnis, Wissen/
-/schwatzen/
/halten
die eigenen Ansichten für die einzig richtigen/.
Stammtischpolitiker/~in sind abgeleitet aus
Stammtischpolitik abwert naive Rederei über politische
Fragen ohne Sachkenntnisse, bes. am Stammtisch
(1) Syn Bierbankpolitik, Biertischpolitik (B/W)
abwert naive politische Diskussion; unqualifiziertes, unsachliches Politisieren
am Stammtisch (Duden 10).
pej.; e-e politische Diskussion am Stammtisch, die mst nicht sehr
sachlich ist
Stammlokal:
das ist mein S. 'die Gaststätte, die ich häufig,
regelmäßig besuche' (HDW)
Lokal, das man häufig besucht (Wahrig
6)
Durch
die Komposita werden weitergehende Informationen sowohl
über den Personenkreis als auch über die Tätigkeiten,
die am Stammtisch ausgeführt werden, geliefert.
Dass der
Stammtisch sich in einer Gaststätte befindet,
wurde in der Bedeutungsbeschreibung explizit gemacht.
Aber ob der 'bestimmte Personenkreis' sich bevorzugt
zum (Eis-)Essen, zum Kaffee- oder Limotrinken trifft,
geht aus den Angaben nicht hervor. Es ist jedoch -
aus der Sicht des Muttersprachlers eher zu vermuten,
dass die hier angeführten Möglichkeiten wahrscheinlich
nicht zu den Prioritäten gehören. Die Komposita Stammtischbruder/-schwester,
Stammtischpolitiker/~in geben zumindest
mit der Nähe zu Bierbruder/Bierbankpolitiker
einen Anhaltspunkt dafür, dass (häufig? bevorzugt?meistens?)
die am Stammtisch versammelten Personen alkoholische
Getränke zu sich nehmen, was sicherlich auch Einfluss
hat auf die Art und Weise und die Fachlichkeit der
geführten Diskussion, die (ebenso notwendigerweise)
zum Stammtisch gehört.
Die Angaben
im Duden 10 Stammtischwester/Stammtischpolitikerin,
die nur hier zu finden sind, vermitteln die Information,
dass der versammelte Kreis nicht nur aus männlichen
Personen, sondern auch aus Frauen bestehen kann. Aus
den Angaben bei Paul
und Grimm ließ sich diesbezüglich nichts entnehmen,
hier wurde, wie aus dem Kontext hervorgeht, stillschweigend
ein Kreis männlicher Personen angenommen. Die umgangssprachlichen,
nur bei Küpper vermerkten Lemmata bezeichnen
nur männliche Personen, in allen anderen Wörterbüchern
fehlen ebenfalls die entsprechenden weiblichen Formen.
Dies lässt auf einen noch jungen Wandel schließen.
Das
'weibliche' Pendant zum Stammtisch scheint
das Kränzchen zu sein, das mit der Bedeutung von
Stammtisch die Elemente /fester Personenkreis/
+ /regelmäßige Zusammenkunft/ gemeinsam hat. Bei
Kränzchen jedoch findet sich keine Angabe über
den Ort des Zusammentreffens, der augenscheinlich
nicht so festgelegt wie bei Stammtisch
(hic!) ist. Dafür sind die Angaben zum Kreis der Personen
und zum Zweck (zu den Themen) des Treffens, etwas
genauer (Damen!, Frauen, Ehepaare, zum Kaffeetrinken, zu Handarbeiten, literarisches Gespräch).
Zu der Kränzchenschwester wird jedoch in keinem
der angeführten Wörterbücher ein *Kränzchenbruder
vermerkt, obwohl ja Männer (als Ehepartner, als Teilnehmer
der literarischen Diskussion) nicht direkt ausgeschlossen
sind.
Ein direkter
Bezug zu Philister bzw. Spießbürger
lässt sich nicht nachweisen. Das mag daran liegen,
dass zumindest Philister in der Gegenwartssprache
meist bildungssprachlich (Wahrig
6, Duden10, B/W), teilweise abwertend und veraltend
markiert ist und mit der umgangssprachlichen Markierung
von Stammtisch nicht kompatibel scheint. Ein
indirekter Bezug zwischen den durch Philister bzw.
Spießbürger vermittelten Bedeutungskomponenten
von Stammtisch und denen, die durch die Komposita
Stammtischpolitik, Stammtischpolitiker/~in,
Stammtischheld, -löwe, -feldherr hinzukommen,
lässt sich über die Merkmale /Beschränktheit (auf
materielle Wohlsituiertheit)/ + /Selbstzufriedenheit/Borniertheit/
und /Beharren auf alten Mustern/ bzw. /haben nur
mangelndes (reales) Sachverständnis, Wissen/, /halten
die eigenen Ansichten für die einzig richtigen/ herstellen.
Stammtisch in zweisprachigen Wörterbüchern
Ein
Blick in zweisprachige Wörterbücher
zeigt, dass, entsprechend der Angaben in den einsprachigen
Wörterbüchern der deutschen Gegenwartssprache, die
drei Komponenten /fester Personenkreis/, /regelmäßig/,
/an einem Tisch (in der Gaststätte)/ übersetzt worden
sind.
engl.
table reserved for the regulars PONS E
regulars' table (Personen) round of regulars HWB E
frz.
table des habitués (~runde) groupes des habitués Treffen
réunion des habitués
span.
1 mesa reservada para la clientela habitual; 2 (Pers)
tertulia, peña PONS Sp
mesa de planta (Personen) tertulia, peña HWB Sp
ital.
1 tavolo fisso riservato ai clienti abituali 2 (Kreis
von Stammgästen) gruppo dei clienti abituali 3 (Treffen
am Stammtisch) serata, riunione dei clienti abituali
nl. 1 stamtafel
(in café) 2 clubje stamgasten 3 vaste borrelmiddag,
-avond (KO)
1 stamtafel
i stamcafé 2 clubje stamgasten 3 avondje van club
in stamcafe (Wol)
russ. 1стол
для постоянных
гостей <завсегдатаев>,
2 Personenkreis постоянныe гости,
завсегдатаи,
компания
завсегдатаев
3 Treffen встреча
постоянной
компании
(im Restaurant в ресторане/
in Kneipe в пивной
poln.
stól dla stałych gości (w restauracji, w
kawiarni GWB)
1 zarezerwowany (lub) stały
stolik 2 (pers) grona stałych gości 3 regularne
spotkanie
Die
Stammgäste werden entweder als reguläre oder
ständige Gäste bezeichnet, nie als häufige. Andere
Personenbezeichnungen, die (nicht durchgängig) auftreten,
sind der Stammtischbruder (eng. drinking companion,
fam mate HWB E), der Stammtischpolitiker (engl.
pej. alehouse /am. cracker-barrel politician HWB E,
armchair or alehouse politician PONS) und der Stammtischstratege
(eng. pej. Armchair strategist HWB). Häufiger ist
das Lemma Stammtischpolitik zu finden (engl.
pej. alehouse bzw. cracker-barrel politics, HWB; frz.
pej. discussions, positions du niveau des conversations
de café, ital. politika da caffé, nl. politieke borrelplaat).
Die pejorative Färbung der angeführten Ausdrücke wurde
durchgehend übernommen. Unterschiede sind zu vermerken
sowohl bezüglich des Orts, wo der Stammtisch
stattfindet, als auch in Bezug auf das Getränk, das
genannt wird. Im Englischen wird sowohl deutlich,
dass es um das Trinken von Alkohol geht (drinking
companion, mate) und dass es sich höchstwahrscheinlich
um Bier handelt (ale, er hat mittwochs seinen Stammtisch
- wednesday is his night for meeting his friends an
the pub). Im Niederländischen bezieht man sich explizit auf Schnaps.
Stammtischpolitik
verbindet sich im Französischen, im Italienischen
und auch im Niederländischen nicht unbedingt mit der
Vorstellung eines Restaurants oder einer Kneipe (wie
z.B. vergleichbar mit dem Deutschen engl. pub), sondern
mit Café, evtl. mit Bistro (frz. Stammkneipe café,
bistrot habituél) als dem üblichen 'regulären Treffpunkt
der (ständigen) Gäste'.
Das Café
wird, neben dem Restaurant, auch im Polnischen als
Ort des Treffens angenommen. Das ist kein Zufall,
wenn man bedenkt, dass es sich bei dem Stammtisch
um eine Erscheinung der bürgerlichen Alltagskultur
handelt, die sich v.a. im 19. Jahrhundert entwickelte,
in der Zeit der staatlichen Teilung also, in der Polen
stark den Einflüssen der jeweiligen Teilungsmächte
ausgesetzt und von einem ethnisch polnischen Bürgertum
ohnehin nicht zu sprechen war. Treffpunkt regelmäßiger
Zusammenkünfte bestimmter Personen waren - als Reflex
der politischen und sozialen Situation - eher Privathäuser,
Salons, Adelssitze. Lediglich im österreichischen Galizien,
hier v.a. in Krakau und Lemberg, existierte so etwas
wie eine Kaffeehauskultur mit ihren Stammtischen.
Im russischen Teilungsgebiet wie in Russland selbst
gab es im 19. und erst recht nicht im 20. Jahrhundert
zwischen (gehobenen) Restaurants für die Oberschicht
(bzw. den gastronomischen Einrichtungen mit Platzzuweisung
in der Sowjetunion) und billigen Kneipen eigentlich
keine Lokale, die zu regelmäßigen Treffen eines ständigen,
bürgerlichen Personenkreises hätten einladen können.
Schlussfolgerungen
1. Für das deutsche Wort Stammtisch gibt es in
den angeführten europäischen Sprachen auf der Bezeichnungsebene
lediglich im Niederländischen eine vergleichbare
Entsprechung (1 stamtafel, dazu stamgasten), in allen
übrigen existiert kein eigenständiges Lexem. Die
Bedeutung von Stammtisch wird mit einer Wortgruppe
umschrieben, die sich nicht von der Wurzel Stamm-
und ihren Äquivalenten ableitet, sondern die drei
Bedeutungselemente /regelmäßig/, /fester Treffpunkt
in Lokal/, /bestimmte (feste, ständige) Personengruppe/
explizit wiedergibt. Diese Gemeinsamkeit in der Übertragung
könnte eventuell darauf schließen lassen, dass das
Phänomen Stammtisch außersprachlich gar nicht oder nicht häufig vorhanden
oder nicht so bedeutsam
für die Kultur der entsprechenden Sprachträger/Sprachgemeinschaften
war, als fremde Erscheinung, fremdes Konzept übernommen und umschrieben wurde.
2. Aus
den spezifizierenden Angaben (in welchem Lokal der
Stammtisch steht, was getrunken wird) ergeben
sich - über den Umweg der Komposita - weitere Differenzierungen
bezüglich des Konzepts, das in den einzelnen Sprachen
mit Stammtisch verbunden ist. An einem festen
Tisch im Kaffeehaus trifft sich regelmäßig ein anderer
/bestimmter/ Kreis von Personen mit etwas anderen
Ansichten/Themen bei anderen Getränken und eventuell
anderem Verhalten als in einem (gutbürgerlichen) Lokal
/in einer Kneipe. So würden z.B. beide anfangs angeführten
Zitate vor dem situativen Hintergrund "Kaffeehaus/Café"
eine andere Bedeutungsnuance bekommen, und es ist
daher anzunehmen, dass bei einer Übersetzung ins Französische,
Italienische oder Polnische genau aus diesem Grund
hier Fehlinterpretationen/ Missverständnisse entstehen.
3. Nur
mit einer einfachen Übertragung der angeführten Bedeutungskomponenten
/regelmäßig/, /fester Treffpunkt in Lokal/, /bestimmte
(feste, ständige) Personengruppe/ ist eine Erfassung
der Bedeutung von Stammtisch nicht möglich.
Der Ausdruck steht für eine typische (kulturspezifische)
Situation, für ein umfangreicheres Szenarium mit
festem Interieur und typischen Handlungsabläufen.
Mit Stammtisch wird also ein mehr oder weniger
fixer Frame vorgegeben, dessen einzelne (durchaus auch
variierende) Elemente/ Filler Muttersprachlern bewusst
sind und von ihnen ergänzt werden können, und dessen
Kenntnis eine Interpretation der angeführten Zitate
im von den Autoren intendierten Sinne ermöglicht.
Der Frame Stammtisch
Die
Darstellung eines solchen Frames muss - wenn sie auch
nur im Ansatz praktikabel sein soll - übersichtlich, so einfach wie möglich
und so detailliert wie nötig sein und die Möglichkeit
offen lassen, sie je nach konkretem Bedarf weiter
zu verfeinern und auszubauen. Ein erster grober Ansatz
wäre ein Vorgehen, das sich auf gestaffelte Fragen
zum Sachverhalt bzw. zur konkreten Situation, für
die das Wort/ Lexem steht, stützt. Auf einer ersten
Stufe werden so die, wie am Beispiel deutlich wurde,
wichtigen und notwendigen Parameter,
die den konkreten kulturellen und sozialen Kontext
des Wortes Lexems bestimmen, erfragt. Sind die Antworten
darauf noch zu allgemein und wenig aussagekräftig,
werden auf einer zweiten Stufe weitere, den einzelnen
Hauptfragen zugeordnete spezifizierende, Fragen angesetzt.
Frame
Stammtisch
Wer:
bestimmter Personenkreis
Geschlecht:
v.a. Männer
Alter:
keine Beschränkung, nicht zu jung
häufig
eine Generation
soziale
Position:
Einheimische
(Honoratioren,
(eher keine Arbeitslosen,
(eher keine Linken,
Beziehung:
kennen einander (gut)
Anzahl:
x, 3<x<20
Besonderes:
(eher gutsituiert)
(eher konservativ)
(eher keine Nichttrinker)
Wo:
ständiger, reservierterTisch
Wirtshaus, Lokal, Kneipe, Dorfgasthof,
Restaurant,
(Café)
(eher nicht Bar)
(kein
Schnellrestaurant)
(eher
kein Luxusrestaurant)
Lage:
O
Niveau:
mittel,
unteres
Atmosphäre:
bürgerlich,
gediegen,
gemütlich
rustikal
Besonderes
O
Wann:O
Datum:
O
Tageszeit:
abends
am
Morgen: (Frühschoppen)
Dauer:
keine Begrenzung
Besonderes
:
häufig
regulär
einmal/Woche
jour
fixe
Warum
kein besonderer Anlass
Welche Absicht?
Haupt-
funktion:
Kontakt
Neben-
funktion::
Genuss
Unterhaltung
Was obj:
trinken: Alkohol
Bier
oder Wein (regionale Marken bevorzugt)
Schnaps
+ Bier
/eher
kein Likör/
/eher
keine Drinks/
essen:
gutbürgerliche Küche
warm/kalt
deftige Speisen
Fleischgerichte,
einheimische/regionale
/eher nicht international/
/eher
nicht innovativ/
/eher
nicht vegetarisch/
kein Kuchen, keine Süßigkeiten, kein Eis
Wie:
Gespräche
Themen:
Politik, Politiker
kommunale Politik
über Fußball, Autos
Personen aus dem lokalen Umfeld
/eher nicht über familiäre Probleme/
/über Literatur, Kunst/
/über Gefühle/
Der hier
dargestellte Frame stellt das Feld von Möglichkeiten
dar, das vom Ausdruck Stammtisch im kontextfreien
Raum eröffnet wird. Die Antworten spiegeln verfügbares
prototypisches, außersprachliches Wissen über den
Stammtisch wieder. Die Füllungen des Frames
erhalten so den Charakter von semantisch relevanten,
aber nicht notwendigen Eigenschaften.
In einem ein- oder zweisprachigem Wörterbuch können
sie nicht in dieser Fülle übernommen werden.
Auf einen
konkreten Stammtisch müssen also nicht alle der hier
auftretenden Angaben zutreffen. Änderungen werden
jedoch meist sprachlich explizit gemacht, um sich
von dem prototypischen Bild abzuheben. Am Sozen-Stammtisch
(Hörbeleg) oder am Frauen-Stammtisch
trifft sich /regelmäßig/ /an einem bestimmten
Tisch in einem Lokal/ ein anderer /fester Personenkreis/,
als man es von einem (unmarkierten) Stammtisch
erwarten würde. Das kann, muss aber nicht auch einige
der anderen Merkmale beeinflussen, wie z.B. die Angaben
über das Was und Wie, so z.B. die Themen der Gespräche.
Und wenn Schily davon spricht, dass das politische
Thema Zuwanderung "ja dann vielleicht auch von
dem einen oder anderen Stammtisch aufgenommen"
werde, zielt er sicher eher nicht auf die Diskussion
an einem Sozen-Stammtisch ab (s. Merkmal <eher
konservativ>).
Dies gibt
Anlass für eine Erweiterung des oben gegebenen Themas.
Die Frage ist, ob sich nicht nur in Bezug auf die
Themen der Gespräche, sondern auch bezüglich der
Art und Weise, wie diese Themen sprachlich umgesetzt
werden, konkrete Erwartungen formulieren lassen,
die in den Frame Stammtisch aufgenommen werden
müssen.
Das können
sein:
typische
Textsorten: Alltagsgespräch
/eher keine Fachsprache/
Witze
Sprüche
/Lieder/
Stilschicht
umgangssprachlich
salopp
/vulgär/
Existenzform
umgangssprachlich mit regionaler Färbung
Mundart
Am Wirtschaftsstammtisch
kann entweder der Personenkreis /aus der Wirtschaft/
oder das Thema /reden über wirtschaftliche Themen/
festgelegt sein, wobei auch die sprachliche Umsetzung
eine andere wäre. Erwartet würde eher keine alltagssprachliche
Kommunikation, sondern eine -zumindest mit ökonomischen
Fachbegriffen durchsetzte, von Sachkenntnis bestimmte
Diskussion, die weniger stark mit mundartlichen Elementen
durchsetzt wäre.
Schlussbemerkung
Die
Beispiele machen deutlich, dass die in den Wörterbüchern
angeführte Bedeutung von Stammtisch nur einen
Teil dessen wiedergibt, wofür die Bezeichnung steht.
Dafür sind weitere sprachliche und außersprachliche
Informationen notwendig, die sich einerseits, zumindest
teilweise, über konkretisierende Wortbildungskonstruktionen
rückschließend ergeben, zum anderen über gestaffelte
Fragen gewonnen werden, die in ihrer Gesamtheit durch
einen Frame den Sachverhalt bzw. besser die Situation
beschreiben, die mit Stammtisch bezeichnet
wird. Die Gültigkeit der hier vorgeschlagenen Antwortmöglichkeiten
soll durch Befragungen überprüft werden. Deren Ergebnisse
können Anstöße für eine weitere Präzisierung der vorgeschlagenen
Vorgehensweise ergeben. Hauptziel bleibt dabei einen
Weg zu finden, wie in einzelnen Lexemen gespeicherte
Elemente außersprachlichen Wissens, über das die
Angehörigen einer Sprachgemeinschaft verfügen, Nicht-Muttersprachlern
auf eine nachvollziehbare und praktikable Art zur
Verfügung gestellt werden kann.
Literatur:
Verwendete Wörterbücher und sonstige
Quellen:
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Mundart, mit beständiger Vergleichung der übrigen
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